Mittwoch, 25. April 2018

Geburtstagsgartenprojekt-Fortsetzung

Letzten Samstag ging es richtig zur Sache! Unser Garten sieht jetzt mehr aus wie eine Baustelle!


3 starke Männer haben insgesamt 10 Löcher geschaufelt, jedes 90 cm tief. Und das bei 30 Grad im Schatten. Nur, es gab dort wo die Löcher hin mussten, kaum Schatten, die Blätter vom Nussbaum sind noch viel zu klein. (Wobei man bedenken muss, dass unsere Freunde, die uns dieses Mal geholfen haben, gut 700 m höher auf dem Berg leben und es dort zur Zeit noch um einiges kühler ist ...)

 
 

In jedes Loch kam dann eine Betonsäule. Wir verwenden gebrauchte Betonsäulen aus dem Apfelanbau. Wenn Obstwiesen neu angepflanzt werden, werden zur Zeit meistens längere Betonsäulen eingesetzt. Die alten müssen kostenpflichtig entsorgt werden. Man bekommt sie also für wenig Geld oder oft sogar gratis. Für das Gerüst unseres neuen Sichtschutzzauns eignen sie sich sehr gut! Zusätzlich haben wir Betonsäulen an den bestehenden Zaun gelegt, so können wir das Gefälle etwas ausgleichen und mit Erde auffüllen.
























Natürlich waren nicht nur Männer am Werk, sondern auch Frauen. Und die waren ganz traditionell mit kochen, Kindern und ratschen (plaudern) beschäftigt. Und nebenbei wurde sogar noch gejätet!



DANKE euch allen! Bald geht es weiter!




Zum Glück ist nicht der ganze Garten Baustelle! Die ersten Blüten der kleinen Schwertlilien, die ich letztes Jahr gepflanzt habe.


Dienstag, 17. April 2018

Geburtstagsgartenprojekt

Letzten Samstag war in unserem Garten viel los! Mein Geburtstagsgartenprojekt ist gestartet!!

Unser Garten ist gemeinsam mit dem Nachbarsgarten von einer Reihe Leyland-Zypressen eingefasst. Sie bilden zwar eine dichte, immergrüne Hecke, sind aber pflegeaufwendig. Die Hecke sollte dreimal jährlich geschnitten werden. Das Hauptproblem dabei: die ersten 20 Meter sind sie recht nahe an einen Maschendrahtzaun gepflanzt worden, das Schneiden wird dadurch äußerst problematisch. Wir haben versucht, die Zypressen durch den Zaun wachsen zu lassen, aber das klappte nicht und hat den ganzen Zaun verbogen. Also kam die Entscheidung: die Zypressen müssen weg, wir brauchen einen neuen Sichtschutz!


Es gibt noch einen zweiten, ästhetischen Grund, warum diese Bäumchen weichen mussten. Die Hecke bildet ein ca. 80 m langes Band, knapp 50 m auf unserem Grundstück. Unser Garten erscheint dadurch sehr schmal und lang. Ich hoffe nun, den Garten durch den neuen Sichstschutz besser gliedern zu können.

Und warum heißt es GEBURTSTAGsprojekt?
Ich feiere bald meinen 40. Geburtstag und habe mir ganz egoistisch überlegt, was ich mir denn wünschen könnte!! Schon bald war mir klar, das einzige, das mir fehlt, ist Zeit! So erlaubte ich mir, meine Freunde um ihre Zeit und ihre Mithilfe zu bitten, als Geschenk zu meinem runden Wiegenfeste!

Letzten Samstag fiel der Startschuss! Ulli hat mit ihren Jungs Bäume ausgerissen. Mit Hubzug und Manneskraft!














Ein Mann und seine Motorsäge!







Nach drei Stunden waren die Bäumchen weg! Nachher hieß es für meinen lieben Gartenarbeiter noch aufräumen. Die Stämme werden wir zu Brennholz verarbeiten.














Unsere liebe Kleine freut sich über die neue Sicht. So kann sie während des Schaukelns viel besser Autos schauen!

Wir leben mitten im Dorf an einer viel befahrenen Hauptstraße. In unserem Garten ist es also oft sehr laut: unter der Woche gibt es Berufsverkehr, auch mit großen LKWs, immer viele Traktoren und am Wochenende kommen noch die Motorräder dazu. Und seit gegenüber ganz nah an der Straße das neue Wohnhaus gebaut wurde (man sieht es auf dem ersten Bild), ist es bei uns erheblich lauter.
Wir haben auch überlegt, Lärmschutzwände anzubringen. Ganz abgesehen davon, dass es die Gemeindeverwaltung höchstwahrscheinlich nicht genehmigt hätte, würde es auch gar nichts bringen. Die Straße liegt tiefer als unser Grundstück und macht genau vor uns eine Kurve, also fällt der Lärm von zwei Seiten ein. Aber das noch größere Problem sind die glatten Oberflächen der Häuser, die den Schall reflektieren. Die einzige nutzbringende Maßnahme wäre, alle Gebäude mit schallabsorbierenden Materialien zu verkleiden. Aber davon sind wir hier noch Lichtjahre entfernt. Lärm als Problem oder gar als Gefährdung für die Gesundheit wird bei uns nicht erkannt!

Wir errichten erst mal einen vernünftigen Sichtschutz, zumindest sehen wird dann die Lärmquellen nicht!!
Kommendes Wochenende gehts weiter! Ich freu mich schon!

Montag, 9. April 2018

Birnenblüte und Wildtulpen : DSGVO

Habt ihr schon von der neuen Datenschutzgrundverordnung gehört? Diese tritt EU-weit am 25. Mai in Kraft und bedeutet für alle einen großen Aufwand. Jeder, der Daten von Personen verarbeitet, muss sich damit befassen und alle diese Personen müssen an jedem Ort, an dem ihre Daten verarbeitet werden, eine Einverständniserklärung abgeben. Zum Beispiel bei uns in der Bibliothek muss jeder, der ein Buch ausleihen will, die neue Datenschutzerklärung unterschreiben.
Was bedeutet das aber fürs Bloggen? Auch wir Blogger verarbeiten und speichern Daten von anderen Personen. Ich habe schon bei mehrern Bloggerinnen gelesen, dass sie ihren Blog schließen wollen!
Oje, ich mag mich nicht um solche bürokratischen Dinge kümmern! Ich warte erstmal ab! Ich beschäftige mich erstmal mit schönen Dingen! Ich gehe in den Garten, und schaue mir die Frühlingsblüten an!

Die Birnbäume stehen in voller Blüte!
Unser Palapirnbaum, die Palabirne ist eine alte lokale Sorte aus dem Vinschgau, ist bei Bienen heißbegehrt!





Auch die Gute Luise und die kleine Pastorenbirne blühen.

















Mein ganzer Stolz sind heuer aber diese Wildtulpen: Tulipa tarda oder Zwerg-Stern-Tulpe. Sie sind einfach wunderschön!




Im Gemüsegarten waren wir heuer schon recht fleißig. Letztes Jahr hatten wir die Vermutung, in unserem Boden hätte sich der Verticillium-Welke eingenistet. Deswegen haben wir auf allen betroffen Beeten Gelbsenf ausgesät. So bleibt nur mehr ein Hochbeet für Salat, das Tomatenbeet und ein weiteres Beet für verschiedenes Gemüse. Dort habe ich Spinat, Ronen (Rote Beete), Erbsen und ein paar Karotten gesät. Nach dem Spinat kommen dann zwei Zucchinipflanzen ins Beet. Das wars dann wahrscheinlich für diese Saison! Das ist mir aber auch recht so! Ich werd im Sommer und im Herbst nicht so viel Zeit fürs Gärtnern und Ernten haben ...

Für den Frühling haben wir allerdings noch ein größeres Gartenprojekt vor uns, darüber bald mehr!

Dies ist mein Gartenglück der Woche und ihr findet es auch bei der Gartenglück-Linkparty!

Donnerstag, 5. April 2018

Patengeschenk

Ich schmücke mich schon wieder mit fremden Federn und zeige Euch, was andere Tolles nähen:

Meine liebe Kleine hat zu Ostern ein ganz zauberhaftes Geschenk von ihrer Patin bekommen: eine aus Reststoffen genähte Schildkröte! Sie hat damit nicht nur meinen Geschmack voll getroffen, auch unsere Kleine ist ganz begeistert. Die Schildkröte musste auch gleich mit ins Bett!








 DANKE für dieses schöne handgemachte Geschenk!

Dienstag, 27. März 2018

Aus groß wird klein oder Apfelhose III.

Über zwei Wochen lang wurde ich nun von einer schweren Erkältung geplagt! Da man als Schwangere so gut wie nichts nehmen kann (und will), hieß das vor allem: rasten und Ruh geben! Ans Weben der Babydecken war nicht zu denken. Als es mir dann langsam besser ging und ich des nachmittäglichen Ruhens überdrüssig wurde, hab ich mich an die Nähmaschine gesetzt. Vom letzten Nähprojekt im Herbst, hatte ich ja noch Bündchen aus dem süßen Apfelstoff übrig. Eine gute Gelegenheit, die dritte Apfelhose zu nähen!


Aus dieser alten Jogginghose habe ich eine Kinderhose gemacht. Ich habe dabei nur die Hosenbeine gekürzt und enger gemacht, den Schritt etwas niedriger genäht und Bündchen angenäht.


Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden:


Meine Apfelkollektion ist somit vollständig!


Diesen Beitrag findet man auch bei
creadienstag und upcycling-linkparty

Sonntag, 18. März 2018

Frühling, Frühling

Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen.
Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei’n:
Komm in die Felder, Wiesen und Wälder.
Frühling, Frühling, stelle dich ein.

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held.
Was du gesungen, ist dir gelungen.
Winter, Winter räumet das Feld. 


Hoffmann von Fallersleben (1798–1874)


Ich hab zwar heuer noch keinen Kuckuck gehört, dafür hab ich dieses bekannte Kinderlied ständig im Ohr oder auf den Lippen!
Auch vom Frühling ist bei uns noch nicht so viel zu sehen. Ich war die letzten Tage und Wochen immer mal wieder kurz im Garten, um ihn zu suchen ... Einige Frühlingsboten hab ich auch gefunden! Die meisten sind recht klein und leider etwas armselig! Das liegt vielleicht am Wetter aber bestimmt auch an den nicht ganz günstigen Bedingungen: die meisten Frühjarsblüher stehen im Wurzelbereich des Walnussbaums und im Herbst bleibt immer wieder sein Laub liegen. Zudem sind die Sommer bei uns einfach wirklich extrem heiß und trocken. Und die Pflege meinerseits lässt halt manchmal zu wünschen übrig. Allerdings sind die Blümchen auch noch sehr jung, erst ein oder zwei Jahre in der Erde. Vielleicht muss ich mich auch nur noch gedulden!

Das Alpenveilchen, das letztes Jahr im Juli blühte, hat überlebt und ist ein Frühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum). Dahinter sieht man auch die Blätter des Herbstalpenveilchens (Cyclamen hederifolium).


Ein wirklich einsames Schneeglöckchen!


Krokusse sind härter im Nehmen, oder ganz einfach unkomplizierter!



Ich liebe Winterlinge und werde im Herbst an einem anderen Standort einige Zwiebelchen eingraben.


















Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) blüht!



Und meine liebe Kleine hat das erste Gänseblümchen entdeckt!

Ich habe mir gerade meinen Post zum Frühlingsbeginn im letzten Jahr angesehen, da blühten sogar schon die Tulpen und der Marillenbaum stand in voller Blüte!




Donnerstag, 15. März 2018

Webertreff: Thema Computerprogramme für WeberInnen

Am letzten Samstag fand bei mir ein WeberInnentreffen statt, 8 Weberinnen versammelten sich in meiner Werkstatt! Nach einer Runde Weberinnentratsch widmeten wir uns dem spannenden Thema: Software für das Handweben. Wir haben uns gegenseitig drei verschiedenen Programme vorgestellt.

DB-WEAVE
https://www.brunoldsoftware.ch/dbw_g.html
Es handelt sich dabei um ein kostenloses Programm der schweizerischen Firma Brunold Software. Ich habe dieses Programm heruntergeladen und bisher zweimal verwendet, um Patronen zu zeichnen. Ich habe einfach darauflos probiert, ohne das Handbuch zu lesen. Es ist also recht einfach und intuitiv zu bedienen. Befasst man sich näher damit, bietet es wohl alle Möglichkeiten, um Webmuster zu entwerfen. Außerdem kann man damit auch bestimmte Webstühle steuern.



WEAVEPOINT
http://www.weavepoint.com/
und auf deutsch bei Rudi Künzl http://www.webstuhl-kuenzl.de/weavepoint.html
Weavepoint ist die bekannteste Software fürs Handweben. Laut Beschreibung: "Ein effektives Werkzeug zum Entwerfen, Bearbeiten und Analysieren von Webstrukturen und Farben sowie zum Erstellen eines Webmusterarchivs." Allerdings ist es auch teuer und die Anschaffung lohnt sich wohl nur für professionelle Weberinnen.


iWEAVEIT
http://www.weaveit.com/iWeaveit.aspx
iWEAVEIT ist eine App für Tablets und Smartphones und ist sowohl für Apple als auch für Android verfügbar. Man kann damit Patronen zeichnen oder aus dem Internet importieren. Besonders praktisch: bei komplizierten Einzügen oder unregelmäßigen Trittfolgen kann es die langen Zettel am Webstuhl wunderbar ersetzen und das Einziehen und Weben sehr erleichtern.
Neben dieser App bietet die Firma CanyonArt drei weitere Programme für Handweber unter
http://www.weaveit.com/

Bei unserem nächsten Treffen machen wir einen gemeinsamen Ausflug zur Werkschau der Winterschule Ulten am 26. Mai. Ich freu mich schon!

Nach so viel Text nur für Weberinnen, ein Foto für alle:


Christrosenblüte vor unserem Haus! Ich muss dazusagen, die Blumen gehören nicht mir, ich schmück mich mit fremden Federn ...

Montag, 5. März 2018

Es pressiert!

Wie angekündigt, habe ich ein neues Webprojekt, das eigentlich eilt! Eigentlich! Denn blöderweise komm ich (mal wieder) nicht so schnell voran, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ich habe mittlerweile die Kette geschärt und aufgezogen ... alle 360 Fäden in die Litzen gefädelt ...
die Bindung (Köper 2/2) verschnürt ... 
das Blatt (40/10) gestochen ... angeknüpft und angewebt.

Das eigentliche Weben könnte beginnen, hätt ich nicht zu wenig Garn. Ich habe für die Kette mehr Garn verbraucht, als berechnet. Die Lauflänge des Garns ist auf den Knäueln wohl nicht richtig angegeben. Sehr ärgerlich!
Da ich ja nicht sicher bin, ob ich das selbe Garn noch bekomme, muss ich mit dem Weben noch warten, bis ich endlich Zeit finde, in das Geschäft zu fahren ...

Warum das Projekt eilt? Weil ich nicht sicher bin, wie lange ich noch weben kann! Genauer gesagt, wie lange ich noch in den Webstuhl passe! Ich webe nämlich wieder Babydecken!💜 💜 💜

Vor genau vier Jahren habe ich diese Babydecken gewebt, damals in Alpaka und mit Waffelbindung. Ein Jahr darauf folgten dann noch diese Babydecken in Baumwolle.

Und jetzt sollten baldigst zwei neue Decken entstehen, bis August werd ich's wohl schaffen?!

Dienstag, 13. Februar 2018

Handgewebte Küchenhandtücher

Endlich, die Küchenhandtücher, die ich im November begonnen habe, sind fertig ... zuumindest sind sie fertig gewebt und fotografiert!! Ein Handtuch ist auch schon gebrauchsfertig, es fehlt nur noch ein Aufhänger (den ich allerdings nicht weben werde, dafür fehlt mir einfach die Zeit).


Die Kette ist aus Baumwolle. Es waren Restspulen, die ich beim Kauf meiner Webstühle dazubekommen habe. Auf den Spulen steht 22/2, sehr ungewöhnlich für Baumwolle. Es ist wahrscheinlich Baumwolle Nm 14/2.
Kettdichte ist  10 Fäden /cm.
Der Schuss ist Leinen Lintow NeL 6.
Bindung ist ein fünfsprüngiges Gerstenkorn.



Gerstenkorn ist eine ideale Bindung für Handtücher, da das Gewebe eine rauhe, körnige Oberfläche bekommt. Gerstenkorn entsteht durch Fadenflottierungen in Kette und/oder Schuss auf Leinenbindungsgrund. Es ist eine recht einfache Bindung, man kann Gerstenkorn auch nur mit drei Schäften weben. Trotzdem ist es eine interessante, vielseitige Bindung. Durch blockartige Anwendung oder durch eine lockere Ketteinstellung können sehr verschiedene Gewebe entstehen.

Das spannende an Gerstenkorn ist: während des Webens sieht man noch nichts von der Bindung.
So sah mein Handtuch auf dem Webstuhl aus.

Ich habe das Gewebe 24 Stunden eingeweicht und anschließend bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen.
Erst dann sah man die typische Struktur des Gerstenkorns.


Die Seite mit dem Ketteffekt.
 Die Seite mit dem Schusseffekt.

Ich habe insgesamt acht Handücher gewebt, in weiß und in diesen Farben:


Bisher ist erst eines fertiggestellt. Die anderen werde ich etwas "abliegen lassen". Hab grad keine Zeit fürs Nähen und das nächste Webprojekt ... pressiert! Darüber hoffentlich bald mehr!

Diesen Beitrag findet man auch bei
creadienstag und handmadeontuesday