Freitag, 14. September 2018

Alles rosa!

Am 11. August hab ich ein gesundes Mädchen geboren. Sie wog 3.455 gr und war 50 cm lang. Mittlerweile wiegt sie einen Kilo mehr und ist schon 7 cm gewachsen.
Nun sind wir also zu 4., mein "lieber-Hahn-im-Korb" und ich sind sehr dankbar und glücklich!





Trotz zwei kleiner Mädchen im Haus, hat die Farbe rosa (noch) nicht Überhand genommen. Meine neue liebe Kleine war bis heute gar noch nie rosa angezogen!! Da ich ja nicht wusste ob wir ein Mächdchen oder einen Jungen bekommen, und ich die gesamte Bekleidung für die ersten 2 Monate neu besorgen musste (durfte), habe ich nur Strampler und Bodys in neutralem weiß, gelb oder grün! Deswegen meinen gar einige, da läge ein kleiner Junge im Kinderwagen ...


Und bei meiner lieben Großen ist rosa auch eher selten anzutreffen. Ihre Lieblingsfarben sind rot und blau.
Ich bin gespannt, ob mit dem Kindergarten bei ihr die Rosa-Glitzer-Phase beginnen wird. Ob damit die rot-blaue Auto-Baustelle-Rettungsfahrzeuge-Phase beendet wird?

Jedenfalls, wenn ich jemals wieder mein früheres Körpergewicht erreiche, ist rosa und pink im Vormarsch, ich hab noch einige T-Shirts dieser Farbpalette im Kleiderschrank ...

Nur gut, dass es eine ganze Reihe von rosa-Tönen gibt, wie man in dem Buch Colorama (das ich mal gesondert vorstellen werde) sehr anschaulich vermittelt bekommt. Dort findet man: Mäusespeck, Zuckerwatte, Schweinchenrosa, Babyrosa, Rosa, Kirschblüte, Pink, Garnele, Flamingo. Ein Auszug:

"Babyrosa
Traditionell kleidet man kleine Mädchen in Rosa und kleine Jungen in Hellblau - von Geburt an gelten die Regeln der westlichen Mode. Allerdings waren die Farben nicht immer schon so definiert. Im Mittelalter verhielt es sich genau umgekehrt: Rosa, abgeleitet von Rot, gehörte zum Bild des Kriegers und Soldaten und damit also zum Mann, während man Blau mit der Jungfrau Maria verband und Frauen zuordnete."



Mittwoch, 1. August 2018

Babydecken

Meine Babydecken:
Material: Origin von Aufburg, 70% Wolle, 30% Alpaka, 50g = 112 m
Bindung: Köper 2/2
Einzugsbreite: 90 cm, bei 4 Fäden pro cm
Fertige Breite: 80 cm
Kette: 1/3 rosa, 1/3 weiß, 1/3 hellblau

Decke Nr. 1, Länge 80 cm, Schuss wie Kette




















































Decke Nr. 2, 110 cm lang, Schuss weiß




Heute, 1. August, ist der errechnete Geburtstermin meines Babys. Aber wie es aussieht, müssen die Decken noch etwas auf ihren Einsatz warten! Und das, obwohl mir alle - aufgrund des Umfangs und der Form meines Bauches - vorausgesagt hatten, das Baby kommt früher. Meine liebe Kleine kam 2 Wochen früher, ja dann sowieso, "dann wird es nicht mehr lange dauern", höre ich teilweise schon seit 2 Monaten!

Und zum Schluss nochmal mein Quitsche-Kätzchen, so alt wie ich!


Freitag, 27. Juli 2018

Hellblau oder Rosa?

Ich habs noch rechtzeitig geschafft! Das Baby ist noch im Bauch und die Babydecken sind einsatzbereit. Ich habe ja bereits im März damit begonnen, eigentlich früh genug. Aber es hat jetzt doch so lange gedauert, bis sie wirklich fertig wurden.


Bevor ich euch die Decken näher zeige, schildere ich euch, wie es zu der Farbkombination kam.

Diese alte, leider etwas verfilzte Babydecke aus den 70er Jahren ist der Ideengeber für meine Decken. In diese Decke wurde ich als Baby gehüllt! Und auch bei meiner lieben Kleinen vor 4 Jahren war sie im Einsatz.
Mir gefällt diese Farbkombination aus rosa, weiß und hellblau sehr gut.

Gehört man heute zu den wenigen, die sich das Geschlecht des Kindes vor der Geburt nicht sagen lassen, hat man es nicht sehr leicht, neutrale Dinge für das Baby zu finden. Die erste Frage ist immer: Junge oder Mädchen? Und dann teilen sich die Angebote in hellblau und rosarot. Man findet schon auch Kleidung in gelb, grün und weiß, aber meistens ist es aufgrund irgendwelcher Rüschen oder Aufdrucke doch eindeutig dem einen oder anderen Geschlecht zugeordnet. Und wirklich neutrale Kleidungsstücke oder Decken sind meist ... grau! Ich mag grau nicht, schon gar nicht für ein Baby!


Früher war das noch anders, was meine Decke und andere alte Textilien belegen. Zum einen, war es da noch nicht möglich, das Geschlecht vor der Geburt zu wissen. Zum anderen, hat man die Sachen für mehrere Kinder gekauft.



Ein kleines, altes Moltontuch, auf einer Seite ist es mit einer rosa Naht, auf der anderen Seite ist es mit einer blauen Naht eingefasst.










Alte Bettbezüge fürs Kinderbettchen in rosa-hellblau-gelb.
Aber auch für größere Babys oder Kleinkinder ist es nicht leicht, neutrale Kleidung oder auch neutrale Spielsachen zu kaufen. Fast alle Geschäfte teilen sich in rosa und blaue Welten, hier die Prinzessinen, dort die Spidermänner. Ich bin ja mittlerweile 40 Jahre alt und auf dem Land mit recht traditionellen Rollbenbildern aufgewachsen. Trotzdem hab ich das Gefühl, Kindheit war früher neutraler.
Da ich mir für meine Kinder eine neutrale Kindheit wünsche, in dem Sinne, dass sie einfach Kinder sind, kleine Menschen, nicht kleine Frauen oder Männer, und da mich das ganze Gender-Thema sehr interessiert, hab ich mir 3 Bücher besorgt:

Zwei liegen zum Lesen bereit:
"Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees"von Almut Schnerring und Sascha Verlan
und
"Alles rosa, alles blau? Kinderwelten gestern und heute"


Auf das dritte warte ich noch: "Typisch Mädchen. Prägung in den ersten drei Lebenjahren. Ein Tagebuch." von Marianne Grabrucker


Bis bald - mit Fotos von den fertigen Decken!

Donnerstag, 19. Juli 2018

Artischockenblüte


Wir haben dieses Jahr zwei Artischocken nicht geerntet und aufblühen lassen.
Allerdings haben die Pflanzen - wie alles in unserem Garten - unter der Trockenheit gelitten, so sind auch die Blüten nicht sehr groß und voll ausgefallen. Aber die Farbe finde ich einfach fantastisch ...



Freitag, 13. Juli 2018

Gartenfreuden

Mit dem Garten ist es wie im echten Leben: Man kann alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Mein Garten hat zur Zeit mehrere wirklich vernachlässigte Ecken und Beete ... Aber mein Garten bietet zur Zeit auch viele schöne und erfreuliche Dinge ... Wie gesagt: Es ist alles eine Sache der Perspektive!

Hemerocallis (Taglilien) sind für Gartenneulinge und für Menschen mit wenig Zeit für den Garten absolut zu empfehlen.



Tomaten und Paprika - ohne sie kein Sommer!




Auch die ersten Dahlien und Sonnenblumen blühen!



Die Kürbisse erfreuen mit ihren großen Blüten mich und viele Insekten!



Und den Bohnen kann man beim Wachsen zuschauen!



Und das Herbstalpenveilchen (Cyclamen hederifolium) blüht auch wieder pünktlich wie letztes Jahr im Juli als Julialpenveilchen!
 

Ich danke allen für die Kommentare und Glückwünsche, auch jenen die sie mir lieber per Telefon oder live sagen!!

Samstag, 7. Juli 2018

Zwischen Nestbautrieb und Gartenarbeit ... 💜

Meine erste Woche im Mutterschaftsurlaub ist um und der Nestbautrieb hat mich voll im Griff!


Ich stelle Möbel um, ich warte zur Zeit sogar noch auf eine Lieferung von neuen Möbeln ...
Ich  räume Kleiderschränke aus und um, meine eigenen ...
Ich sortiere Kinderkleidung: zu klein, zu groß, passt im Herbst vielleicht, von der einen Bekannten geliehen, von der anderen geliehen ...
Ich sortiere Babykleidung: Wie groß wird das Baby wohl sein? Wie wird das Wetter? ...
Ich kaufe neue Babykleidung, besser gesagt: ich versuche, welche zu kaufen. Es ist gar nicht so einfach, etwas Neutrales zu finden, es gibt fast nur mehr Mädchensachen oder Jungensachen ... (Im Bild 2 Strampler die ich als Baby getragen habe!)

Und Küche und Wohnzimmer müssen unbedingt noch gründlich geputzt werden ...

Man bedenke, ich bin im 9. Monat und körperlich doch recht eingeschränkt, bücken ist eine Qual und schnell gehen geht auch nicht mehr. Dazu kommt noch die Schwangerschaftsdemenz! Und der tägliche Haushalt erledigt sich ja auch nicht von selbst!

Außerdem ist da ja noch unsere liebe Kleine, die sich sehr auf das Geschwisterchen freut! Allerdings zur Zeit auch mehr Aufmerksamkeit braucht, sie spürt halt meine Aufregung ...


Und dann ist da noch der Garten, und der muss mal wieder warten! Die Gemüsebeete, in denen wir den Senf als Gründüngung anbauten, liegen noch brach und die Blumenbeete sind vernachlässigt ... Heute nachmittag hat mein lieber Gärtner Zeit. Folgendes steht an: Buchenhecke schneiden, jäten, verschiedenes Gemüse pflanzen und säen, ganz viel verblühte Blumen abschneiden. Was kann ich davon noch selber erledigen? Ich sollte mich wohl mit meiner Wasserflasche auf einen Gartenstuhl setzen und schauen, dass mein lieber Gärtner alles richtig macht und nichts vergisst :-) (es scheint, auch werdende Papis bekommen Schwangerschaftsdemenz!!)

Ach ja, natürlich gibts auch noch Freunde, die ich gerne besuchen oder treffen möchte, übliche Sommeraktivitäten wie wandern, grillen oder ein Picnic und jede Menge Termine bei Zahnarzt, Kinderärztin, Krankenhaus, Friseurin etc.

Und zu guter Letzt gibts ja noch die Abteilung Weben & Co. (um die es auf diesem Blog eigentlich gehen sollte ...).

Ich hab eine einfache Häkelei in Arbeit ...






 





Die Babydecken sind noch immer nicht fertig ...














Und ich überlege, ein kleine Babymütze zu stricken ...
Also liebes liebes Poppele in meinem Bauch, komm ja nicht ganz zu bald!! :-)
💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜💜


Samstag, 16. Juni 2018

Leberknödel und Hirschragout

Letzte Woche hat mein lieber Jäger Beute gemacht und ein Schmaltier erlegt. Ein "Tier" ist in der Jägersprache ein weiblicher Hirsch, "schmal" bedeutet, dass es noch keinen Nachwuchs hatte. Es war ein recht stattliches Tier und wog 50 kg. Für uns bedeutet ein solcher Abschuss vor allem: kochen und Kühltruhe füllen!


Als erstes ist immer die Leber dran, man sollte sie so frisch wie möglich essen bzw. verarbeiten. Mein lieber Waidmann hat gut getroffen und die Leber war unversehrt. Sie wog stolze 1,8 kg.
Das brachte uns auf die Idee, es mal mit Leberknödel zu probieren.

Zur Leber dazu kam noch Kalbsnierenfett. Beim Zubereiten der Knödelmasse half mir meine Mutter, danke dafür!








Das Drehen der Knödel war dann Familiensache, mein lieber Küchengehilfe und ich bemühten uns, die Knödel möglichst gleich groß zu machen. Unsere liebe Kleine machte sie "so wie ich es kann"(das Reindl in der Mitte!). Die 36 großen Knödel haben wir eingefroren, die kleinen haben wir gleich verspeist, lecker!



Gestern war dann das Ragout an der Reihe. 2,6 kg Fleisch haben meine beiden Küchenmeister durch den Fleischwolf getrieben, ich war dann für die Zubereitung des Ragouts zuständig.











Den größten Teil habe ich so zubereitet, wie immer. Da es diesesmal aber eine außerordentlich große Menge Faschiertes war, hab ich ein Kochexperiment gewagt und ein Teil des Fleisches mit indischen Gewürzen gekocht. Es duftete herrlich, für mich zumindest, mein lieber Traditionalist ist etwas skeptisch ...



Worauf man immer achten muss bei Wildabschüssen: im Fleisch kann man immer mal wieder kleine Geschosssplitter finden! Mein lieber Jäger schießt ausschließlich mit bleifreien Kupfergeschossen.







Normalerweise machen wir auch Gulasch und Soße auf Vorrat. Dieses Mal hat die Zeit nicht gereicht, es gab diese Woche noch viel Anderes zu tun: Erbsen und Petersilie ernten und einfrieren, viel jäten, viel viel Wäsche, einen Stoff-Ausverkauf nutzen und ... Koffer packen! Heute fahren wir in den Urlaub, unser erster Urlaub als Familie.
Bis bald!