Samstag, 5. Dezember 2020

Adventskalendertürchen Nr. 5: Solarfärbungen

Einen Garten und seine Pflanzen kann man für viele Dinge nutzen, unter anderem auch, um Wolle zu färben!

Und diesen Sommer habe ich endlich einige Solarfärbungen ausprobiert. Es ist kinderleicht! Man nimmt ein Schraubglas, füllt schichtweise Blätter, Blüten, etc. und Wolle ein, übergießt es mit Wasser, in dem man etwas Alaun aufgelöst hat. Dann stellt man das Glas für mehrere Wochen in die Sonne und lässt sich vom Ergebnis überraschen!



Gefärbt haben wir mit Mädchenaugen, Stockrosenblüten, grünen Walnüssen, Holunderbeeren, roten Zwiebelschalen, Färberkamille. In welchem Glas welche Blütenkombination und welche Wollstränge steckten, weiß ich leider nicht mehr so genau, ist aber auch nicht so wichtig! Neben Schafwolle, Wolle-Alpaka und Wolle-Seide haben wir auch zwei Hühnerfedern und ein kleines Leinen-Baumwolltuch in die Gläser gestopft.


Freitag, 4. Dezember 2020

Adventskalendertürchen Nr. 4: ein Schuppen für das Brennholz

Wir heizen zum Großteil mit Holz, auch weil im Obstbau immer mal wieder Holz anfällt. Da macht es Sinn, einen Schuppen fürs Brennholz zu haben. 

Bereits vor zwei Jahren, als wir den neuen Sichtschutzzaun errichteten, haben wir damit begonnen, eine Holzschupf zu bauen und langsam langsam !!! wurde sie fertig!

Gekostet hat uns der Schuppen nicht viel, lediglich ein paar Bretter und Teerpappe mussten wir kaufen. In erster Linie besteht der Schuppen aus alten Betonsäulen aus dem Apfelanbau.

Der Schuppen sieht vielleicht etwas ungewöhnlich aus, aber er passt zu uns, erfüllt seinen Zweck ... und auch noch mehr!!

Jetzt fehlt nur noch das Holz! Der Winter ist ja schon da!

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Adventskalendertürchen Nr. 3: altes Spielhaus in neuem Gewand

 So sah das  Spielhaus letztes Jahr aus.

Und das wurde in diesem Sommer daraus!

Ich hab es abgeschliffen und mit Holzschutz gestrichen. Dazu bekam es zwei kleine Vorhänge für das Fenster und einen großen für die Rückseite - der ist leider nicht auf dem Bild, wird gerade für ein "Zelt" verwendet!!

An der Seite haben wir noch eine Rutsche angebracht. Sie ist eigentlich von einem Stockbett, lange wird sie sich draußen wohl nicht halten.

Unser Spielplatz ist komplett! 

(Na Mama, miar hobm kuan Karussell!)

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Adventskalendertürchen Nr. 2: neues Spielhaus

Unser großes Indianermädchen wünschte sich ein Tipi. Als wir im Frühling wieder den Maulbeerbaum schnitten, hab ich meinen lieben Hüttlbauer überredet, mit den dicken Ästen was zu bauen.

 Da die Äste sehr gebogen waren, sah es am Ende eher aus wie ein Iglu!

Dass auch die Fächerpalme - man sieht sie im Hintergrund - dringend einen Schnitt benötigte, kam uns sehr gelegen. Die Palmwedel benutzten wir, um das "Tiglu", wie wir es nannten, abzudecken.

Im Laufe des Sommers kamen von nebenan noch einige Palmwedel dazu, sodass wir ein dichtes Blätterdach hatten. Es war das perfekte Plätzchen fürs Kuchenessen bei der Geburtstagssafari!!

 

Leider gehört das Wigwam, so wäre wohl die richtige Bezeichnung, schon der Vergangenheit an. Die dicken Maulbeeräste waren im Herbst alle total morsch, das Tiglu brach in sich zusammen. 

Aber der Maulbeerbaum ist wieder kräftig gewachsen, und muss auch nächsten Frühling wieder geschnitten werden ....

Dienstag, 1. Dezember 2020

Advent, Advent, Adventskalender

Ja, nun ist es wieder so weit, das Jahr ist bald vorbei, die Adventszeit hat begonnen, und ich möchte wie letztes Jahr einen Blog-Adventskalender machen. 

Viel Zeit hab ich ja nicht (mehr) fürs kreative Schaffen, meine Webstühle sind im Dornröschenschlaf, der Garten ist das Stiefkind! Schon eigenartig: viele Menschen haben in diesem Jahr neue Hobbies entdeckt, haben begonnen zu kochen und backen, zu nähen, stricken und basteln. Vielen hat der Lockdown Zeit dafür geschenkt. Bei mir war eher der Gegenteil der Fall! Öfter hab ich das Gefühl, ich komm zu gar nichts mehr ... Dass dem nicht so ist, soll mir dieser Kalender zeigen. Ich freu mich auf diesen Rückblick, auf die Sammlung von den vielen "kleinen" Dingen, die die letzten Monate entstanden sind.


Ich beginne mit einem Rundgang durch den Garten, der im Sommer kurzzeitig zu Afrika wurde, mit Dschungel und Savanne und einer Menge wilder (Stoff)tiere! Ja, unsere Große wünschte sich einen Afrika-Geburtstag! 

 

 

 

 Mittlerweile hat der Frost Einzug gehalten ...

 

 


 

 

 

 Außerdem gibts ein neues Spielhaus und eine - auch bei sämtlichen Kindern die uns besuchen kamen - äußerst beliebte Lettnbaustelle (Lettn=Schlamm). 

An dieser Stelle sollte nächstes Jahr ein neues Staudenbeet entstehen. Ist ja gut, wenn die Erde da ordentlich gelockert wird .... !!

Gepflanzt wurde dieses Jahr nicht viel, ein bischen Gemüse, ein paar neue Stauden. Dafür hab ich ordentlich Zwiebeln gesteckt: insgesamt 160 Tulpen, Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und Märzenbecher, einen Großteil davon in dieses Beet vor dem Hauseingang. Dieses Beet trennt (oder verbindet?) die beiden Haushälften, rechts wohnen die Mutter und die Schwester samt Familie meines lieben Hausbesitzers. Bisher war es Hoheistgebiet meiner sozusagen-Schwiegermutter. Im Frühling hab ich allerdings ein Weidenbäumchen und eine Clematis gepflanzt, die bisher hinter dem Haus wuchsen, wo kaum jemand ihre Schönheit sah! Dann kam noch ein Gras dazu, dann noch eine Staude ... Und dann war es so, dass ich das Beet nun gießen solle, wo ich doch was reingesetzt hätte! Und dann hab ich erst recht was reingesetzt!!! Ich bin schon gespannt auf den Frühling, gespannt ob es so wird, wie ich mir das vorgestellt habe!

Dienstag, 8. September 2020

Schultüte

Gestern hat für unsere Große der "Ernst des Lebens" begonnen. Schultüten haben bei uns zwar keine lange Tradition, aber sind natürlich aus Büchern bekannt. Und da ich Lust zu basteln hatte und alle Materialien vorrätig hatte, gabs als Überraschung diese Schultüte! 

(Man konzentriere sich bitte auf die Schultüte und ignoriere das Chaos!)

Donnerstag, 25. Juni 2020

Schmetterlings-Decke

Endlich endlich endlich! Die Decke ist fertig genäht! Und endlich endlich endlich schreib ich hier mal wieder!

Letzten Frühling habe ich eine Babydecke verloren. Genauer gesagt, hat sie die Kleine aus dem Kinderwagen geschmissen, und ich hab es erst zuhause bemerkt. Ich bin sofort den Weg zurückgelaufen, am Abend sind wir nochmal die Strecke mit dem Auto abgefahren und am nächsten Tag habe ich "Vermisstenzettel" aufgehängt, alles vergebens. Ich hab mich sehr geärgert, war es doch eine meiner handgewebten Babydecken. Die Vorstellung, die Decke könnte in einem Hundekorb gelandet sein, ist mir ein Gräuel. So tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ein anderes Kind damit seine Puppen zudeckt ... Aber leider gibt es bei uns im Ort mehr Hunde als Kinder ....

Jedenfalls, gibt es nun endlich Ersatz:


Die Decke ist eine Art einfacher Quilt, allerdings ohne Vlies. Die Vorderseite hab ich aus Baumwollstoffen genäht, die Rückseite ist aus weichem Sweat-Jersey aus einer Baumwoll-Viskose Mischung, die kuschelige Seite zeigt nach außen.

Die Rückseite zieren nur die Flugbahnen der Schmetterlinge, also die Nähte, mit denen ich die Decke abgenäht habe.


Die Decke ist 1m x 1,40m groß, so kann sich die Kleine richtig einkuscheln. Ach ja, die Große möchte jetzt natürlich auch so eine!

Montag, 27. April 2020

Schmetterling-Mobile

Ich hab ein Mobile fürs Kinderzimmer gebastelt:







Die Schmetterlinge zierten ursprünglich die Gardine. Da allerdings mit der Zeit immer mehr Schmetterlinge ihre Flügel hängen ließen, hab ich sie abgenommen und mir etwas Neues überlegt. Ich habe jeweils zwei Schmetterlinge zusammengeleimt, so können sich die Flügel nicht mehr verbiegen.















Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, hab ich neben der Gardine auch ein Nestchen fürs Babybett und einen Bettbezug mit diesen Schmetterlingen verschönert.



Und weil wir ja im Wohnzimmer ein zweites Babybettchen stehen hatten, gabs dafür ein passendes Ensemble mit Herzen!
























Noch sind die Teile im Einsatz, jetzt freut sich die Kleine über die Schmetterlinge! Und sobald sie nicht mehr gebraucht werden, wandern sie in die Erinnerungskiste, gemeinsam mit ausgesuchten Kleidungsstücken. Vielleicht haben meine Töchter irgendwann so viel Freude daran, wie ich mit dem alten Koffer voller Kindersachen, die meine Mutter aufbewahrt hat ...

Samstag, 11. April 2020

Ostergrüße aus dem Ausnahmezustand



Seit fünf Wochen ist kein Kindergarten.
Seit gut vier Wochen ist alles zu, Cafés, Restaurants, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Geschäfte. Geöffnet sind nur Apotheken und Lebensmittelgeschäfte, und da darf man ausschließlich Lebensmittel und wichtige Güter des täglichen Gebrauchs kaufen, beispielsweise das Regal mit den Töpfen etc. ist abgedeckt.
Spielpläzte, Spazierwege, Parkbänke, alles verboten.
Das Haus darf nur mit gutem Grund verlassen werden, also um Lebensmittel zu kaufen oder aus gesundheitlichen Gründen, oder um zu arbeiten, aber das dürfen nur noch wenige. Geht man raus, dann nur mit Mundschutz, und mit Eigenerklärung, warum und wohin.

Mein lieber Obstbauer gehört zu den wenigen, die arbeiten dürfen, und Arbeit hat er zur Zeit reichlich! Und ich bin daheim mit Vorschul- und Kleinkind! Uns gehts gut! Wir haben ein großes Haus, einen großen Garten und vor allem, viele viele Ideen! Langeweile kennen wir keine! Aber Traurigkeit kommt nun ab und zu auf. Ich vermisse meine Eltern, meinen Bruder, meine Freunde. Die Ausgangssperre wird bis Anfang Mai verlängert. Ob der Kindergarten wieder weitergeht, ist fraglich. Wie es überhaupt weitergeht, ist fraglich.

Aber ich mach mir kaum Gedanken, dafür gibts zu viel zu tun! Kinder leben im Augenblick! Und es ist erstaunlich, wie vernünftig meine liebe Große sein kann! Ich verbringe sehr viel Zeit mit ihr, schlüpf jeden Tag in viele verschiedene Rollen, sie ist dem Rollenspiel absolut verfallen! Und ich genieße, wie ruhig es geworden ist, weil kaum mehr Autos fahren, ist es richtig angenehm in unserem Garten. Und natürlich wird bei uns auch viel gebastelt! Wie diese einfachen Papiereier, die wir gemeinsam mit Osterkarten verschickt haben.

Und damit grüße ich auch alle, die hier vorbeischauen:

FROHE OSTERN








Mittwoch, 4. März 2020

Winter ade


Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Daß jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

 

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Gerne vergess’ ich dein;
Kannst immer ferne sein.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

 

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.


August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Viel vom Winter hatten wir dieses Jahr ja nicht!
Es hat nur einmal geschneit und das schon Anfang Dezember. Und da auch nur gerade soviel, dass alles weiß angezuckert war!







In den höheren Lagen gab es dann schon Schnee, so dass wir Rodeln konnten! Allerdings endetete die Schlittenfahrt für mich im Krankenhaus!

Immerhin war es diesen Winter ordentlich kalt, so dass im Garten mal alles zugefroren ist. Nicht jeden Winter ist dies der Fall. Auch Eisblumen sehen wir nicht jedes Jahr!



Und am Küchenfenster gabs Winterstimmung aus Papier.



(Diese zauberhaften Elsa-Sterne, wie unsere liebe Große sie nennt, sind aus unzähligen kleinen gefalteten Papierstücken zusammengesteckt. Schülerinnen haben sie für einen guten Zweck verkauft. Keine Ahnung, wie man diese Technik nennt.)

Vorgestern abend hat es geschneit! Für ein paar Stunden war wieder alles weiß angezuckert! Und ich hab immer dieses Lied im Kopf: Winter ade, .... !