Heut gehts um die Wurst! Mal ganz ein neues Thema! Einmal im Jahr wird bei uns nämlich gewurstet, und letzten Samstag war es soweit!
Da mein lieber Jäger seine erlegten Tiere ausschließlich selbst zerlegt, kann er dabei sehr "kleinlich" vorgehen: er nimmt sich die Zeit, auch kleinste Fleischstückchen auszulösen und so kommt jedes Jahr eine ansehnliche Menge Wurstfleisch zusammen. Erstmal wird das Fleisch dann eingefroren und normalerweise Mitte Jänner dann wieder aufgetaut und zu Wurst verarbeitet. Dieses Mal waren es ingsesamt ca. 25 kg Hirsch-, Reh- und Gamsfleisch. Dazu kommt dann noch eine bestimmte Menge Schweinefleisch, da Wildfleisch sehr wenig Fett enthält und die Würste ohne zugesetztes Fett sehr hart und trocken würden.
Zum Fleisch dazu kommen natürlich auch Gewürze, Salz und Knoblauch. Das genaue Abwiegen von Salz, Pfeffer, Piment, Nelkenpulver und Paprika ist meine Aufgabe - meine einzige!
Das Vermengen der Gewürze übernahm dieses Jahr unsere liebe Kleine. Sie hatte ihren Spaß daran, obwohl ihr ganz schön die Nase juckte!!
Als nächstes wird das Fleisch durch den Fleischwolf gedreht. Anschließend kommen die Gewürze dazu und das Ganze muss gründlich vermischt werden. Das Wurstbrät lassen wir dann über Nacht ruhen. Am nächsten Morgen werden dann die Würste gemacht!
Mittags gabs dann leckere Wurst!
Zum Schluss hängt mein lieber Wurster dann die Würste in einem alten Steinkeller auf. Dort werden sie ca. 3 Wochen an der Luft getrocknet.
... das nächste Mal werd ich endlich mal wieder übers WEBEN schreiben, sonst muss ich meinem Blog noch einen neuen Namen geben ...
Hausmacher Leberwurst
Du fragst, warum die hausgemachte
Wurst mancher Bauern man so achte,
Daß man behauptet frank und frei
Sie besser als vom Metzger sei.
Mein Freund, das kann ich dir erklären,
Ich hoffe gern, du läßt dich lehren.
Dem Metzger war seit alter Zeit
Ein hoher Grundsatz Reinlichkeit.
Sein Arbeitsraum ist hell und proper,
Er sorgt dafür mit Bürst und Schrobber.
Und ganz besonders frisch und rein
Muß allererst sein Kessel sein.
Hingegen wo der Bauer schlachtet,
Das hab ich manchmal schon beachtet,
Da kocht man Fleisch vom Schwein und Bock,
Im Pott, wo vorher Unterrock
Und Hemd und Hos nebst Socken schäumte
Und Kuhstallgrün den Rand umsäumte.
Und solch Aroma als Extrakt,
Das bleibt der Metzgerzunft versagt!
Richard Ottenbacher