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Samstag, 9. Januar 2021

Neujahrswünsche

 Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr ...

... und zeige wieder eine kleine Bastelei aus Milchkartons! 


Wünsche zum neuen Jahr

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit.

Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid.

Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass.

Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre was.

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh.

Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du.

Statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut.

Und Kraft zum Handeln - das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bisschen mehr Licht.

Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht.

Und viel mehr Blumen, solange es geht.

Nicht erst an Gräbern - da blühn sie zu spät.

Ziel sei der Friede des Herzens.

Besseres weiß ich nicht.

Autor: Peter Rosegger

Mittwoch, 4. März 2020

Winter ade


Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Daß jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

 

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Gerne vergess’ ich dein;
Kannst immer ferne sein.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.

 

Winter, ade!
Scheiden thut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade!
Scheiden thut weh.


August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Viel vom Winter hatten wir dieses Jahr ja nicht!
Es hat nur einmal geschneit und das schon Anfang Dezember. Und da auch nur gerade soviel, dass alles weiß angezuckert war!







In den höheren Lagen gab es dann schon Schnee, so dass wir Rodeln konnten! Allerdings endetete die Schlittenfahrt für mich im Krankenhaus!

Immerhin war es diesen Winter ordentlich kalt, so dass im Garten mal alles zugefroren ist. Nicht jeden Winter ist dies der Fall. Auch Eisblumen sehen wir nicht jedes Jahr!



Und am Küchenfenster gabs Winterstimmung aus Papier.



(Diese zauberhaften Elsa-Sterne, wie unsere liebe Große sie nennt, sind aus unzähligen kleinen gefalteten Papierstücken zusammengesteckt. Schülerinnen haben sie für einen guten Zweck verkauft. Keine Ahnung, wie man diese Technik nennt.)

Vorgestern abend hat es geschneit! Für ein paar Stunden war wieder alles weiß angezuckert! Und ich hab immer dieses Lied im Kopf: Winter ade, .... !

Freitag, 20. Dezember 2019

20. Türchen:

Eigentlich wollte ich gestern Plätzchen backen. Aber meine liebe Große wollte lieber Spielen ...
Also gibt es nur Fotos von den Keksen meiner Mutter vom letzten Jahr!!! Ich weiß, es sind Plätzchen, aber wir nennen sie alle Kekse!... Und dazu gibt es ein schönes Adventsgedicht.



Liegt ein Geheimnis in der Luft,
spürst du ein heimlich, süßer Duft,
ist alles voller Heiterkeit,
beginnt die schöne Weihnachtszeit.

Macht dir das Rätselraten Spaß,
wirst du vor Neugier rot und blass,
ist alles voller Heimlichkeit,
ist sie da, die Weihnachtszeit.

Pocht dir das Herz vor Spannung laut,
fühlst du ein Kribbeln auf der Haut,
ist alles voller Wachsamkeit,
dann ist Weihnacht nicht mehr weit.

Liegen Pakete unterm Baum,
duftet es süß in jedem Raum,
sind alle voller Fröhlichkeit,
ist das Christkind nicht mehr weit.

© Elke Bräunling



Spitzbuben, Schokokekse, Mandeltaler, Butterkekse


Vanillegipfelen und Ministückchen vom Apfel-Nuss-Blechkuchen

Sonntag, 15. Dezember 2019

15. Türchen: Vorfreude, schönste Freude

Ich hab nach einem Adventsgedicht gesucht, und diesen Liedtext gefunden. Ich kenne das Lied zwar nicht, aber der Text gefällt mir sehr gut! Das Lied wurde 1970 in der damaligen DDR veröffentlicht.


Vorfreude, schönste Freude

Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent!
Tannengrün zum Kranz gewunden,
rote Bänder dreingebunden,
Seht, das erste Lichtlein brennt.
Erstes Leuchten im Advent, Freude im Advent.

Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent!
Heimlichkeit im frühen Dämmern,
Basteln, Stricken, Rascheln, Hämmern,
und das zweite Lichtlein brennt.
Heimlichkeiten im Advent, Freude im Advent.

Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent!
Was tut Mutti, könnt Ihr’s raten,
Kuchen backen, Äpfel braten
Und das dritte Lichtlein brennt.
Süße Düfte im Advent, Freude im Advent.

Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent!
Kinderstimmen, leise, leise
üben manche frohe Weise.
Und das vierte Lichtlein brennt.
Lieder klingen im Advent, Freude im Advent!

Und dazu gibts noch einen Blick durch das erste weihnachtlich geschmückte Fenster. Jetzt wirds aber wirklich Zeit, die Sterne aufzuhängen!


Ich wünsche allen einen schönen dritten Adventsonntag!

Sonntag, 8. Dezember 2019

8. Türchen: Advent, Advent

Ein sehr bekanntes Gedicht zum Advent. Wir haben es in der Schule auswendig gelernt, ich kann es immer noch ...

Advent
 

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke


Dazu zeige ich noch einen weiteren Adventskranz. Die Oma meiner lieben Kinder hat ihn uns geschenkt, direkt am Tag danach, nachdem ich ihr erzählt hatte, ich würde dieses Jahr das erste Mal einen Kranz selber machen ... Nachdem ich mich darüber gewundert (und auch geärgert) hatte, hab ich die Kerzen abgenommen (und übrigens für meinen eigenen Kranz gebraucht!!) und anstelle der Kerzen goldenen Zapfen und ähnliches gesteckt. Ich finde, er macht sich gut als Wandkranz!

Allen einen schönen 2. Adventsonntag!

Dienstag, 4. Juni 2019

Hutscha (Schaukel)

Die Schaukel

Wie schön sich zu wiegen,
die Luft zu durchfliegen
am blühenden Baum!
Bald vorwärts vorüber,
bald rückwärts hinüber -
es ist wie ein Traum!

Die Ohren, sie brausen,
die Haare, sie sausen
und wehen hintan!
Ich schwebe und steige
bis hoch in die Zweige
des Baumes hinan.

Wie Vögel sich wiegen,
sich schwingen und fliegen
im luftigen Hauch:
Bald hin und bald wider,
hinauf und hernieder,
so fliege ich auch!

Heindrich Seidel (1842-1906)



Vor ca. einem Jahr haben wir eine Schaukel in unserem Garten aufgestellt. Dabei dient der Nussbaum als Stütze. Davor war die Schaukel an einem dicken Ast des Baumes befestigt. Durch die Krümmung des Astes war es allerdings unmöglich, gerade zu schaukeln. Seit ein paar Monaten haben wir eine Babyschaukel daran befestigt.




Gibt es eigentlich Kinder, die schaukeln nicht mögen? Ich lieb es immer noch!




Fotos vom letzten Sommer!

Samstag, 20. Oktober 2018

Migranten im Garten - Wanzen

Neben den Heuschrecken haben wir noch allerlei andere Gäste in unserem Garten. Leider auch sehr sehr ungebetene und unerwünschte wie die Marmorierte Baumwanze - Halyomorpha halys.



Die Marmorierte Baumwanze stammt aus Ostasien und wurde von China nach Amerika eingeschleppt. In Europa wurden erste Exemplare vor gut 10 Jahren gesichtet.
Die Marmorierte Baumwanze ist eine recht große Wanze, ihr "Panzer" ist ca. 1 cm² groß. Sie vermehrt sich rasant und ernährt sich von sehr vielen Pflanzen. Am liebsten saugt sie an unreifen Früchten. Die Früchte werden dadurch deformiert.

So sehen befallene Pink-Lady-Äpfel aus. Sie sind so natürlich unverkäuflich. 



Die asiatische Baumwanze stellt eine große Gefahr für die Landwirtschaft, vor allem für den Obstbau dar, wie u.a. hier nachzulesen ist. In Italien sind in den letzten zwei Jahren bereits große Teile der Ernte von Kiwis, Birnen und Soja von den Baumwanzen vernichtet worden. 

Hier hat mein lieber Bauer ein Eigelege und "Wanzenbabys" fotografiert:



Synthetische Pflanzenschutzmittel helfen nur sehr eingeschränkt. Zur Zeit wird eine Bekämpfung mittels natürlicher Feinde erforscht: eine kleine Wespenart soll helfen. Allerdings stammen auch diese Tierchen wieder aus Asien ... Ob das gutgeht?



Uns bleibt zur Zeit nur eins: singen!



Auf der Mauer
auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wanze!
Seht euch mal die Wanze an,
wie die Wanze tanzen kann,
auf der Mauer
auf der Lauer
sitzt 'ne kleine Wanze!







Sonntag, 18. März 2018

Frühling, Frühling

Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald.
Lasset uns singen, tanzen und springen.
Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrei’n:
Komm in die Felder, Wiesen und Wälder.
Frühling, Frühling, stelle dich ein.

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held.
Was du gesungen, ist dir gelungen.
Winter, Winter räumet das Feld. 


Hoffmann von Fallersleben (1798–1874)


Ich hab zwar heuer noch keinen Kuckuck gehört, dafür hab ich dieses bekannte Kinderlied ständig im Ohr oder auf den Lippen!
Auch vom Frühling ist bei uns noch nicht so viel zu sehen. Ich war die letzten Tage und Wochen immer mal wieder kurz im Garten, um ihn zu suchen ... Einige Frühlingsboten hab ich auch gefunden! Die meisten sind recht klein und leider etwas armselig! Das liegt vielleicht am Wetter aber bestimmt auch an den nicht ganz günstigen Bedingungen: die meisten Frühjarsblüher stehen im Wurzelbereich des Walnussbaums und im Herbst bleibt immer wieder sein Laub liegen. Zudem sind die Sommer bei uns einfach wirklich extrem heiß und trocken. Und die Pflege meinerseits lässt halt manchmal zu wünschen übrig. Allerdings sind die Blümchen auch noch sehr jung, erst ein oder zwei Jahre in der Erde. Vielleicht muss ich mich auch nur noch gedulden!

Das Alpenveilchen, das letztes Jahr im Juli blühte, hat überlebt und ist ein Frühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum). Dahinter sieht man auch die Blätter des Herbstalpenveilchens (Cyclamen hederifolium).


Ein wirklich einsames Schneeglöckchen!


Krokusse sind härter im Nehmen, oder ganz einfach unkomplizierter!



Ich liebe Winterlinge und werde im Herbst an einem anderen Standort einige Zwiebelchen eingraben.


















Das Leberblümchen (Hepatica nobilis) blüht!



Und meine liebe Kleine hat das erste Gänseblümchen entdeckt!

Ich habe mir gerade meinen Post zum Frühlingsbeginn im letzten Jahr angesehen, da blühten sogar schon die Tulpen und der Marillenbaum stand in voller Blüte!




Mittwoch, 24. Januar 2018

Wursten

Heut gehts um die Wurst! Mal ganz ein neues Thema! Einmal im Jahr wird bei uns nämlich gewurstet, und letzten Samstag war es soweit!

Da mein lieber Jäger seine erlegten Tiere ausschließlich selbst zerlegt, kann er dabei sehr "kleinlich" vorgehen: er nimmt sich die Zeit, auch kleinste Fleischstückchen auszulösen und so kommt jedes Jahr eine ansehnliche Menge Wurstfleisch zusammen. Erstmal wird das Fleisch dann eingefroren und normalerweise Mitte Jänner dann wieder aufgetaut und zu Wurst verarbeitet. Dieses Mal waren es ingsesamt ca. 25 kg Hirsch-, Reh- und Gamsfleisch. Dazu kommt dann noch eine bestimmte Menge Schweinefleisch, da Wildfleisch sehr wenig Fett enthält und die Würste ohne zugesetztes Fett sehr hart und trocken würden.

Zum Fleisch dazu kommen natürlich auch Gewürze, Salz und Knoblauch. Das genaue Abwiegen von Salz, Pfeffer, Piment, Nelkenpulver und Paprika ist meine Aufgabe - meine einzige!


Das Vermengen der Gewürze übernahm dieses Jahr unsere liebe Kleine. Sie hatte ihren Spaß daran, obwohl ihr ganz schön die Nase juckte!!
















Als nächstes wird das Fleisch durch den Fleischwolf gedreht. Anschließend kommen die Gewürze dazu und das Ganze muss gründlich vermischt werden. Das Wurstbrät lassen wir dann über Nacht ruhen. Am nächsten Morgen werden dann die Würste gemacht!






Mittags gabs dann leckere Wurst! 
Zum Schluss hängt mein lieber Wurster dann die Würste in einem alten Steinkeller auf. Dort werden sie ca. 3 Wochen an der Luft getrocknet.


... das nächste Mal werd ich endlich mal wieder übers WEBEN schreiben, sonst muss ich meinem Blog noch einen neuen Namen geben ...

Hausmacher Leberwurst

Du fragst, warum die hausgemachte
Wurst mancher Bauern man so achte,
Daß man behauptet frank und frei
Sie besser als vom Metzger sei.
Mein Freund, das kann ich dir erklären,
Ich hoffe gern, du läßt dich lehren.
Dem Metzger war seit alter Zeit
Ein hoher Grundsatz Reinlichkeit.
Sein Arbeitsraum ist hell und proper,
Er sorgt dafür mit Bürst und Schrobber.
Und ganz besonders frisch und rein
Muß allererst sein Kessel sein.
Hingegen wo der Bauer schlachtet,
Das hab ich manchmal schon beachtet,
Da kocht man Fleisch vom Schwein und Bock,
Im Pott, wo vorher Unterrock
Und Hemd und Hos nebst Socken schäumte
Und Kuhstallgrün den Rand umsäumte.
Und solch Aroma als Extrakt,
Das bleibt der Metzgerzunft versagt!
Richard Ottenbacher

Sonntag, 8. Oktober 2017

Sommergemüse im Oktober

Ist der Oktober warm und fein, kommt scharfer Winter hinterdrein. 
Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will. 
(Bauernregel)

Auch im Oktober gibt es im Garten noch viel zu tun - aber auch vieles, an dem man sich erfreuen kann!

Es gibt immer noch Datterini-Tomaten zum Naschen und auch einige Ochsenherz-Tomaten für den Salat zu ernten.


Wenn das Wetter so bleibt, schaffen es auch diese Paprika noch, Farbe zu wechseln. Sonst werden sie im Haus nachreifen.

Auch die Zucchini sind noch wohlauf! Beide Zucchinipflanzen haben einen neuen Trieb gebildet an dem sich noch Blüten und auch Früchte befinden. Wenn die Nächte nicht zu kalt werden, bekommen wir noch mindestens 2 Zucchini. Somit haben wir diese Jahr an die 60 Früchte geerntet!






Eine etwas ungewohnte Kombination: Dahlienblüte und Tomatenblüte! Ich hatte die Dahlie erst vergessen, und dann nur mehr ein sehr enges Plätzchen zwischen Gartenzaun und Cocktailtomate frei. Aber die beiden vertragen sich recht gut!














Der Gartenamaranth erfreut mich nach wie vor mit seiner Blütenpracht. Allerdings haben die großen Pflanzen dem letzten Sturm nicht standgehalten und wir mussten sie notdürftig stützen.














Ich mag den Herbst nicht besonders! Ich mag es nicht, wenn die Tage kürzer werden, wenn es kalt und windig wird. Ich mag keine kalten Füße und keine verschnupften Nasen. Ich mag nicht die Hektik in meinem Beruf und auch nicht die viele Arbeit, die mein lieber Landwirt im Herbst hat. Aber eines lieb ich am Herbst: die bunten Blätter!













Dies ist mein Gartenglück der Woche und ihr findet es auch bei der Gartenglück-Linkparty!