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Montag, 16. Dezember 2019

16. Türchen: Gewebe dekorieren

Vor unserer Haustür hängt ein einfaches Gewebe aus Spagat. Ich hab es mal vor vielen Jahren mit dem Gurtwebgerät gewoben. Ursprünglich sollte es eine Tasche werden. Doch das Weben mit Spagat auf dem Webgurt war mir zu mühsam. Außerdem wurde es viel zu locker.
Da ich mich mit dem Wegwerfen immer sehr schwer tue, hab ich das Gewebe behalten und nach einigen Jahren habe ich tatsächlich eine Verwendung dafür gefunden. Es hängt quasi wie ein Zunftschild vor unserer Haustür!!! Und man kann es nach Lust und Laune, nach Anlass oder Jahreszeit dekorieren.

Einmal Herbst - einmal Weihnachten
























Aufgehängt hab ich es mit einem Ast und unten habe ich einen Teil der Kettfäden gezopft, geknüpft und gedreht.



Dienstag, 10. Dezember 2019

10. Türchen: Scheibengardine weben

Das Gewebe habe ich zwar schon vor mehreren Jahren gewoben, aber nachdem man es gestern auf dem Foto teilweise sah, zeige ich es nun:

Es ist ein einfaches Gewebe in Leinenbindung mit dickem Baumwollgarn in der Kette und dünnem Garn im Schuss. Es ist eines meiner allerersten Gewebe die ich alleine zu Hause angefertigt habe. Es ist nicht auf einem Webstuhl gewoben, sondern mit einem Gurtwebgerät, also eine Art kleiner Webrahmen, den man sich um den Bauch schnallt ...

"Vorlage" für die Farbauswahl der Scheibengardine war der Seifenspender!

Den Webgurt und ein sehr schönes Gewebe, das damit angefertigt wurde, sieht man hier.

Freitag, 14. Dezember 2018

Mein Gewinn: handgewebter Abwaschlappen

Gestern ist ein kleines dickes Kuvert bei mir angekommen. Darin war eine schöne, selbstgemachte Weihnachtskarte mit echtem Tannengrün und mein Gewinn! Ich habe vor einiger Zeit bei Doris an einem Schätzspiel teilgenommen. Es ging darum, das Alter eines alten Weberschiffchens zu schätzen, und ich kam der Zahl am nächsten.




Mein Gewinn ist dieses wunderschöne Gewebe. Es ist "nur" eine einfache Leinwandbindung, aber durch das unterschiedlich dicke Garn und durch die vielen Farben sieht es sehr raffiniert aus. Schon als ich es auf Doris Blog  sah, war ich begeistert. Umso mehr freue ich mich, nun eines zu besitzen. Eigentlich ist es ja ein Abwaschlappen. Es eignet sich sicher auch gut dafür, aber im Moment ist es mir zu Schade dafür und es ziert vorerst mal unseren Brotkorb!


Danke dir liebe Doris!

Mittwoch, 1. August 2018

Babydecken

Meine Babydecken:
Material: Origin von Aufburg, 70% Wolle, 30% Alpaka, 50g = 112 m
Bindung: Köper 2/2
Einzugsbreite: 90 cm, bei 4 Fäden pro cm
Fertige Breite: 80 cm
Kette: 1/3 rosa, 1/3 weiß, 1/3 hellblau

Decke Nr. 1, Länge 80 cm, Schuss wie Kette




















































Decke Nr. 2, 110 cm lang, Schuss weiß




Heute, 1. August, ist der errechnete Geburtstermin meines Babys. Aber wie es aussieht, müssen die Decken noch etwas auf ihren Einsatz warten! Und das, obwohl mir alle - aufgrund des Umfangs und der Form meines Bauches - vorausgesagt hatten, das Baby kommt früher. Meine liebe Kleine kam 2 Wochen früher, ja dann sowieso, "dann wird es nicht mehr lange dauern", höre ich teilweise schon seit 2 Monaten!

Und zum Schluss nochmal mein Quitsche-Kätzchen, so alt wie ich!


Freitag, 27. Juli 2018

Hellblau oder Rosa?

Ich habs noch rechtzeitig geschafft! Das Baby ist noch im Bauch und die Babydecken sind einsatzbereit. Ich habe ja bereits im März damit begonnen, eigentlich früh genug. Aber es hat jetzt doch so lange gedauert, bis sie wirklich fertig wurden.


Bevor ich euch die Decken näher zeige, schildere ich euch, wie es zu der Farbkombination kam.

Diese alte, leider etwas verfilzte Babydecke aus den 70er Jahren ist der Ideengeber für meine Decken. In diese Decke wurde ich als Baby gehüllt! Und auch bei meiner lieben Kleinen vor 4 Jahren war sie im Einsatz.
Mir gefällt diese Farbkombination aus rosa, weiß und hellblau sehr gut.

Gehört man heute zu den wenigen, die sich das Geschlecht des Kindes vor der Geburt nicht sagen lassen, hat man es nicht sehr leicht, neutrale Dinge für das Baby zu finden. Die erste Frage ist immer: Junge oder Mädchen? Und dann teilen sich die Angebote in hellblau und rosarot. Man findet schon auch Kleidung in gelb, grün und weiß, aber meistens ist es aufgrund irgendwelcher Rüschen oder Aufdrucke doch eindeutig dem einen oder anderen Geschlecht zugeordnet. Und wirklich neutrale Kleidungsstücke oder Decken sind meist ... grau! Ich mag grau nicht, schon gar nicht für ein Baby!


Früher war das noch anders, was meine Decke und andere alte Textilien belegen. Zum einen, war es da noch nicht möglich, das Geschlecht vor der Geburt zu wissen. Zum anderen, hat man die Sachen für mehrere Kinder gekauft.



Ein kleines, altes Moltontuch, auf einer Seite ist es mit einer rosa Naht, auf der anderen Seite ist es mit einer blauen Naht eingefasst.










Alte Bettbezüge fürs Kinderbettchen in rosa-hellblau-gelb.
Aber auch für größere Babys oder Kleinkinder ist es nicht leicht, neutrale Kleidung oder auch neutrale Spielsachen zu kaufen. Fast alle Geschäfte teilen sich in rosa und blaue Welten, hier die Prinzessinen, dort die Spidermänner. Ich bin ja mittlerweile 40 Jahre alt und auf dem Land mit recht traditionellen Rollbenbildern aufgewachsen. Trotzdem hab ich das Gefühl, Kindheit war früher neutraler.
Da ich mir für meine Kinder eine neutrale Kindheit wünsche, in dem Sinne, dass sie einfach Kinder sind, kleine Menschen, nicht kleine Frauen oder Männer, und da mich das ganze Gender-Thema sehr interessiert, hab ich mir 3 Bücher besorgt:

Zwei liegen zum Lesen bereit:
"Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees"von Almut Schnerring und Sascha Verlan
und
"Alles rosa, alles blau? Kinderwelten gestern und heute"


Auf das dritte warte ich noch: "Typisch Mädchen. Prägung in den ersten drei Lebenjahren. Ein Tagebuch." von Marianne Grabrucker


Bis bald - mit Fotos von den fertigen Decken!

Montag, 5. März 2018

Es pressiert!

Wie angekündigt, habe ich ein neues Webprojekt, das eigentlich eilt! Eigentlich! Denn blöderweise komm ich (mal wieder) nicht so schnell voran, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ich habe mittlerweile die Kette geschärt und aufgezogen ... alle 360 Fäden in die Litzen gefädelt ...
die Bindung (Köper 2/2) verschnürt ... 
das Blatt (40/10) gestochen ... angeknüpft und angewebt.

Das eigentliche Weben könnte beginnen, hätt ich nicht zu wenig Garn. Ich habe für die Kette mehr Garn verbraucht, als berechnet. Die Lauflänge des Garns ist auf den Knäueln wohl nicht richtig angegeben. Sehr ärgerlich!
Da ich ja nicht sicher bin, ob ich das selbe Garn noch bekomme, muss ich mit dem Weben noch warten, bis ich endlich Zeit finde, in das Geschäft zu fahren ...

Warum das Projekt eilt? Weil ich nicht sicher bin, wie lange ich noch weben kann! Genauer gesagt, wie lange ich noch in den Webstuhl passe! Ich webe nämlich wieder Babydecken!💜 💜 💜

Vor genau vier Jahren habe ich diese Babydecken gewebt, damals in Alpaka und mit Waffelbindung. Ein Jahr darauf folgten dann noch diese Babydecken in Baumwolle.

Und jetzt sollten baldigst zwei neue Decken entstehen, bis August werd ich's wohl schaffen?!

Dienstag, 13. Februar 2018

Handgewebte Küchenhandtücher

Endlich, die Küchenhandtücher, die ich im November begonnen habe, sind fertig ... zuumindest sind sie fertig gewebt und fotografiert!! Ein Handtuch ist auch schon gebrauchsfertig, es fehlt nur noch ein Aufhänger (den ich allerdings nicht weben werde, dafür fehlt mir einfach die Zeit).


Die Kette ist aus Baumwolle. Es waren Restspulen, die ich beim Kauf meiner Webstühle dazubekommen habe. Auf den Spulen steht 22/2, sehr ungewöhnlich für Baumwolle. Es ist wahrscheinlich Baumwolle Nm 14/2.
Kettdichte ist  10 Fäden /cm.
Der Schuss ist Leinen Lintow NeL 6.
Bindung ist ein fünfsprüngiges Gerstenkorn.



Gerstenkorn ist eine ideale Bindung für Handtücher, da das Gewebe eine rauhe, körnige Oberfläche bekommt. Gerstenkorn entsteht durch Fadenflottierungen in Kette und/oder Schuss auf Leinenbindungsgrund. Es ist eine recht einfache Bindung, man kann Gerstenkorn auch nur mit drei Schäften weben. Trotzdem ist es eine interessante, vielseitige Bindung. Durch blockartige Anwendung oder durch eine lockere Ketteinstellung können sehr verschiedene Gewebe entstehen.

Das spannende an Gerstenkorn ist: während des Webens sieht man noch nichts von der Bindung.
So sah mein Handtuch auf dem Webstuhl aus.

Ich habe das Gewebe 24 Stunden eingeweicht und anschließend bei 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen.
Erst dann sah man die typische Struktur des Gerstenkorns.


Die Seite mit dem Ketteffekt.
 Die Seite mit dem Schusseffekt.

Ich habe insgesamt acht Handücher gewebt, in weiß und in diesen Farben:


Bisher ist erst eines fertiggestellt. Die anderen werde ich etwas "abliegen lassen". Hab grad keine Zeit fürs Nähen und das nächste Webprojekt ... pressiert! Darüber hoffentlich bald mehr!

Diesen Beitrag findet man auch bei
creadienstag und handmadeontuesday

Freitag, 2. Februar 2018

Meine Bankauflagen

Als ich den Post zu Lukis Bankauflage veröffentlicht hatte, ist mir eingefallen, dass ich selbst auch etwas Ähnliches gemacht habe. Ich denke es ist eine passende Gelegenheit, meine Sitzunterlagen zu zeigen.



Sie sind auf dem Rest einer Teppichkette entstanden. Die Kette hatte 4 Fäden pro cm und war ca. 35 cm breit. Da ich schon ausreichend Türvorleger gewoben hatte (darüber könnt ich auch mal berichten!), beschloss ich, Sitzunterlagen zu machen. Schussmaterial war "alte" Wolle.





















Diese beiden Sitzunterlagen liegen im Winter auf der Bank vor unserer Haustür.
Sie sind mit aufgetrenntem Chenillegarn gewebt und mit einem altmodischen Stoff eingefasst.
Ich finde, sie passen sehr gut zum Winter!



 

Eine weitere Sitzunterlage hab ich mit Wollresten gewebt. Sie begleitet mich immer auf den Spielplatz!

 






Mittwoch, 31. Januar 2018

Lukis Bankauflage

Vor einiger Zeit hab ich meiner Freundin ein besonderes Geschenk gemacht: ich hab ihr auf unbestimmte Zeit mein Gurtwebgerät geliehen, ihr ein paar webtechnische Fachbegriffe erklärt und sie so angeleitet, dass sie selbständig ein tolles Webstück herstellen konnte.


Sie entschied sich, eine Sitzunterlage zu weben. Die Kette schärten wir aus Perlgarnresten. Der Schuss ist aus alten T-Shirts. Sie hat sie in der Waschmaschine gefärbt und anschließend in Streifen geschnitten.


Das Ergebnis ist einwandfrei! Lukis erstes Webstück hat keine Flottierungen, ist sehr gleichmäßig angeschlagen und hat eine schöne Webkante! Die Frau hat Talent! Man bedenke auch die Gerätschaft: der Webgurt ist zwar sehr einfach - es gibt einen Gatterkamm mit dem man das Fach bildet, die Kettspannung reguliert man mit dem eigenen Körper - aber es ist nicht sehr einfach, darauf auch ein schönes Gewebe zu weben.
Das fertige Gewebe hat Luki dann noch mit Jeansstoff (natürlich von abgetragenen Hosen) eingefasst.



So sieht die fertige Bankauflage aus. Sie passt perfekt auf die (natürlich selbst gemachte) Holzbank auf dem Balkon.